Unsere Schule Inklusion Umweltschule Klassen Gremien Projekte Schulleben Mittagessen Offene Ganztagesschule Datenschutzerklärung Impressum Termine Infos und Kontakte Kontakt Schülerseiten Archiv
Startseite Projekte Radioprojekt mit Kreisjugendring

Projekte


Schulsanitätsdienst Schülerlotsenausbildung Schülerfirma "Schülercafé" Patenprojekt-Jugend in Arbeit Vertiefte Berufsorientierung Schulfruchtprogramm Projekte mit dem Gartenbauverein Kooperation mit dem Kindergarten Praxisklasse Leseclub Tutoren für die Erstklässler Woche der Gesundheit Projekt "Müllvermeidung-Mülltrennung" Radioprojekt mit Kreisjugendring Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage Aktionstag "Lesen"



Radioprojekt mit Kreisjugendring


„Achtung, Aufnahme!“ – RADIOPROJEKT KREISJUGENDRING

Mittwoch, kurz vor 8:00 Uhr:
Dort wo sonst verschlafene Gestalten hoffen, die erste Schulstunde unfallfrei hinter sich bringen zu können, finden sich 10 hochmotivierte, freudig aufgeregte Schülerinnen und Schüler aus der OGTS, die heute mit der Unterstützung des Kreisjugendrings Rosenheim lernen wollen, wie man Radiobeträge macht.

Dafür haben Claudia Kreutzer, Referentin schulbezogene Jugendarbeit des KJR und Evi Dettl von der medienpädagogischen Fachstelle Q3 jede Menge Technik mitgebracht, die sich die Fünft- bis Neuntklässler nach einer kurzen Vorstellungsrunde genau anschauen dürfen. Vor allem der Kopf eines der Mikrophone sorgt dabei für große Heiterkeit, denn wo bei dem anderen Gerät eine einfache Schaumstoffabdeckung sitzt, hat dieses einen flauschigen „Puschel“, der zum Darüberstreichen einlädt. Beide erfüllen allerdings denselben Zweck: Es handelt sich um einen Wind- oder „Plopp“schutz. So wird verhindert, dass laute Nebengeräusche die Aufnahme stören.


WER STEHT HINTER DEM PROJEKT?

So weit ist die Gruppe allerdings noch nicht. Als erstes nennt jeder seinen Lieblingssender. Als sie nach „BAYERN 3“, „Radio Charivari“ und „Antenne Bayern“ auch „Radio Galaxy“ hören, sind die beiden Referentinnen begeistert. Ihre Freude hat einen konkreten Grund, denn genau dort läuft im Rahmen von Radio Ruhestörung – Motto: „Sind wir zu laut, bist du zu alt!“ jeden Freitag von 19.00 bis 20.00 Uhr eine Sendung die (mit Unterstützung durch Profis) von Jugendlichen für Jugendliche gemacht wird. Jeder, der möchte, darf dazukommen (was eine Woche später einer der Schüler aus der Runde auch tun wird) UND: Die Beiträge, die während des Workshops der Fritz-Schäffer-Schule entstehen, werden dort tatsächlich im Radio gesendet. (SOBALD DER SCHNITT DER SENDUNG ONLINE VERFÜGBAR IST, WERDEN WIR AN DIESER STELLE DEN LINK EINSTELLEN, DAMIT ALLE DAS ERGEBNIS NACHHÖREN KÖNNEN).

Nachdem man geklärt hat, wie sich Privatsender von Öffentlich-Rechtlichen unterscheiden (die ersten sind werbefinanziert, die zweiten erheben Gebühren von allen Bürgern), folgt eine Sammlung der Inhalte, die man im Hörfunk präsentiert bekommt. Das Wissen der Teilnehmenden ist ziemlich umfangreich, denn sie nennen neben Musik, Quiz und Moderation auch die Infosendungen und den Service (Wetter, Verkehr und Nachrichten).

WER MACHT WAS WIE BEIM RADIO?

Als nächstes wird geklärt, welche Berufsgruppen denn bei so einem Radiosender gebraucht werden. Am Ende steht eine umfangreiche Liste von Einsatzgebieten (in der sich vielleicht ein möglicher zukünftiger Berufswunsch einer Schülerin oder eines Schülers versteckt …?): Technik, Redaktion, Moderation, Studiogäste für Interviews oder Expertengespräche (Fachleute, Kollegen), Befragte (für eine Umfrage, die meist außerhalb des Studios stattfindet). Für Reportagen hingegen muss man auf jeden Fall das Studio verlassen.

Nachdem die Workshop-Mitglieder geklärt haben, wie man am besten Fragen stellt (auf jeden Fall nicht so, dass nur die Antwort „ja“ oder „nein“ möglich ist, denn das wäre sehr langweilig. Solche Fragen heißen „geschlossen“. Viel besser sind „offene“ Fragen, bei denen die Befragten etwas erzählen können.

Die Radio-Expertinnen weisen noch einmal darauf hin, dass im Radio das Bild fehlt, weswegen ausführliche, genaue Beschreibungen sehr wichtig sind. Gut ist, wenn man den Zuhörenden vermitteln kann: Wie sieht es dort aus? Welche Farben sind vertreten? Welche Gerüchte gibt es? Welche Emotionen bewegen die Beteiligten?

Reportagen hingegen findet man vor allem beim Sport (z. B. die berühmte Fußballkonferenz), bei Unglücken (wenn ein Reporter live vor Ort ist) oder jemand berichtet über eine Reise.

Es folgt eine Sammlung der Themen, zu denen sich Experten im Klassenraum befinden und die die Zuhörer später interessieren werden, weil sie mit ihrem Alltag zu tun haben. Am Ende sind fünf gefunden, die man jeweils im Zweierteam bearbeitet wird: Schulsanitäter, Schülerfirma, Schülersprecher, Schülerlotse, Sportvereine.

WAS MUSS MAN VOR DER AUFNAHME WISSEN?

Doch natürlich kann man nun nicht einfach loslegen. Erst muss die Haltung des Mikrophons erprobt werden: Das Kabel hält man am besten in einer Schleife. Dann spricht man zunächst erst die komplette Frage hinein, bevor man dem Interviewpartner das Gerät vors Gesicht hält und zwar idealerweise dicht vor den Mund. Dauert die Aufnahme sehr lange, kann man den eigenen Arm stützen.
Das Mikro gibt ein guter Radiomensch nie aus der Hand, denn wer es hält, kann bestimmen, wie lange der andere reden darf ��. Auch wichtig: Sind externe Geräuschquellen in der Nähe (Springbrunnen, Verkehr): Unbedingt wegdrehen.

Vor der endgültigen Aufnahme muss der Pegel getestet werden, damit die Lautstärke hinterher passt – gut ist, wenn man zu Testzwecken bis 10 zählt. Das Band sollte man beim Interview oder bei der Umfrage durchlaufen lassen, dabei weder auf „Stop“ noch auf „Pause“ drücken, damit man die Lautstärke nicht wieder neu regulieren und auf die eigene Stimme anpassen muss.

Einer der Partner ist für die Kontrolle des Pegels zuständig, sorgt also dafür, dass man nicht übersteuert, und auch, um den Stand der Batterie und die verbleibende Aufnahmezeit auf dem Gerät zu überprüfen. Er trägt einen Kopfhörer.


AUFNAHME LÄUFT … UND MEHR

Dann geht es an die Arbeit: Eine aus dem Mini-Team ist Moderatorin, die Antworten auf die vorher gemeinsam vorbereiteten Fragen bekommt sie von ihrem Gegenüber.
Zwei Teams suchen sich andere Gesprächspartner: Für die Schülerfirma wird Frau Aumiller interviewt, bei der Umfrage „Vereine“ finden die beiden Reporter ihre Antwortgeber im Lehrerzimmer und unter den Mitschülern.

Am Ende wird alles noch mit einem Schnittprogramm bearbeitet, mit dessen Hilfe Pausen und Versprecher entfernt werden können.

Die Ergebnisse können sich wirklich hören lassen: Manche gehen sogar sehr professionell vor, in den Stimmen hört man ein leises Lachen, die Gespräche klingen komplett natürlich und sogar so komplizierte Wörter wie „Landkreisschülersprecherwahl“ werden nahezu problemlos ausgesprochen. Mehr Routine wird sich bestimmt beim nächsten oder übernächsten Mal einstellen.

Um 13:00 Uhr sind sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig: Es war ziemlich cool und sie würden gern weitermachen. Eine hat sogar schon eine Idee …

Den Jungs gefiel vor allem die technische Seite – sie fanden die Nachbearbeitung und das Schneiden „cool“.
Ihre wichtigste Erkenntnis: Besser nicht ins Mikro schreien!

Den meisten Applaus gibt es jedoch für die Referentinnen:
Sie waren supernett, kannten sich „voll gut aus“ und man konnte mit ihnen zwar auch „Schmarrn“ machen, aber sie haben doch alle zum Arbeiten animiert.

Fazit: Radiomachen ist eine super Sache und hat bestimmt nicht zum letzten Mal an der Fritz-Schäffer-Schule stattgefunden