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Patenprojekt-Jugend in Arbeit


Die letzten beiden Schuljahre sind im Hinblick auf die Berufsorientierung und Berufswahl sowie auch bezogen auf den Schulabschluss besonders wichtig.
Um den Schülerinnen und Schülern dabei intensive und individuelle Unterstützung anzubieten, wurde das Patenprojekt von der Rosenheimer Aktion "Für das Leben" ins Leben gerufen. An unserer Schule läuft das Projekt schon seit mehreren Jahren und wird federführend von Frau Schütz organisiert und betreut.

Worum geht es genau?
Die Schülerinnen und Schüler überwiegend aus den Jahrgangsstufen der achten und neunten Klassen haben bei diesem Projekt die Möglichkeit, einen Paten/eine Patin zu wählen, der/die sie auf allen Gebieten rund um die Lehrstellenfindung und das erfolgreiche Bestehen des bestmöglichen Schulabschlusses unterstützt. Ein Pate/Eine Patin ist eine erwachsene Person aus dem Gemeindegebiet, die sich ehrenamtlich für diese Aktion zur Verfügung stellt und den Schüler/die Schülerin auf dem Weg seiner/ihrer Berufsfindung begleitet. Der reiche Erfahrungsschatz der Paten im Berufs- und Arbeitsleben soll den Jugendlichen bei ihrer Lehrstellensuche helfen. Jedes Schuljahr konnten durch diese intensive Betreuung wieder einige Erfolge verbucht werden.

Damit geht ein großer Dank an Frau Schütz für ihre umsichtige Vermittlungstätigkeit sowie auch an alle Patinnen und Paten, die sich ehrenamtlich für die Jugendlichen einsetzen.


Auch im aktuellen Schuljahr nehmen dieses Unterstützerangebot wieder einige
Schülerinnen und Schülern der 8. und 9. Klassen dankbar an.


Patenprojekt Jugend in Arbeit informiert sich

Ziel: Kein Abschluss ohne Anschluss

Das Patenprojekt Jugend in Arbeit des Landkreises Rosenheim unterstützt Jugendliche erfolgreich beim Lernen und der Stellensuche. Mitte November informierten sich einige interessierte Patinnen und Paten über die Praxisklasse, die schließlich an nur wenigen Schulstandorten im Landkreis existiert. Auch das Thema "Inklusion" stand auf dem Programm. Wir stellten den Ehrenamtlichen als eine der wenigen Mittelschulen im Schulamtsbezirk Rosenheim unser Konzept und dessen praktische Umsetzung an der Fritz-Schäffer-Mittelschule in Ostermünchen vor.


Man sei eine kleine Mittelschule auf dem Lande, bekundete Konrektorin Birgit Decker, stetig gewachsen und unterhalte derzeit fünf Regel- und eine Praxisklasse. Über die Regelschulzeit hinaus gibt es in Ostermünchen eine offene Ganztagsschule, Jugendsozialarbeit sowie eine Schulpsychologin vor Ort. Markus Birk, Leiter der Praxisklasse, stellte den Paten das Ziel der Praxisklasse vor. Meist finden sich hier Schüler mit geringen Aussichten auf einen erfolgreichen Erwerb des regulären Mittelschulabschlusses wieder, betonte der Klassenlehrer. Das Einzugsgebiet reicht dabei von Großkarolinenfeld und Bad Aibling bis Feldkirchen und in den Landkreis Ebersberg hinein. Das Konzept sieht eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule, Sozialarbeit und Institutionen und Firmen vor. Geprägt ist die Praxisklasse von einer Verminderung der Stofffülle im Unterricht und einer Anpassung an den Leistungsstand der Schüler. Darüber hinaus gibt es sieben Wochen Praktika im gesamten Schuljahr, was als sehr positiv empfunden wird. Wie Birk herausstellte, wird das Ganze durch die Gemeinde Tuntenhausen und den Europäischen Sozialfonds ESF finanziert. Für den Sozialpädagogischen Teil ist Katharina Lütke von der Diakonie Rosenheim zuständig. Auf die Stundenzahl angesprochen meinte Birk, man konzentriere sich auf die "Basics", um Lernrückstände abzubauen. Die sozialpädagogische Begleitung besteht nach Lütke aus Erlebnispädagogischen Angeboten, Gruppenarbeiten, Projekten und einer Einzelbetreuung. „Am Ende soll eine Ausbildungsstelle stehen“, betonte Decker das Ziel des Besuches einer Praxisklasse. Daneben bestehen aber noch zahlreiche Vermittlungsmöglichkeiten: Förderberufsschule, berufsvorbereitende Maßnahmen, Einrichtungen der Jugendhilfe und andere fördernde Einrichtungen. Mit dem Besuch der Praxisklasse könne man neue Perspektiven für die Jugendlichen entwickeln meinte Rektorin Margaret Careddu Bayr, „dadurch entstehen für die Schüler völlig neue Chancen im Berufsleben“.


Das trifft letztlich auch auf die Inklusion zu, denn Inklusion muss man als Chance betrachten und getreu dem Satz von Richard von Weizäcker: „Jeder sollte seine Chance bekommen“, packt man das in Ostermünchen an.

Seit kurzem hat man an der Fritz-Schäffer-Schule als einzige Mittelschule neben Wasserburg ein Inklusionsprofil. Dabei arbeitet man eng mit dem Sonderpädagogischen Förderzentrum Bad Aibling zusammen, Julia Holzer ist hier der verlängerte Arm in Ostermünchen. Sie präsentierte das Profil Inklusion, das 23 Förderstunden beinhaltet. Mit diesen wertvollen zusätzlichen Stunden werden Schülerinnen und Schüler mit Schwächen in den Bereichen Lernen und sozial-emotionalen Förderschwerpunkten innerhalb des Klassenverbandes, in Kleingruppen, in Form von Einzelförderung sowie auch durch projektbezogenen Förderung unterstützt. Das Ziel ist klar formuliert, wie Birgit Decker ausführte: „Kein Abschluss ohne Anschluss“! Anschließend entwickelte sich noch ein reger Informationsaustausch, der von der Lehrstellensuche bis zum Lernstoff reichte.

Rektorin Careddu-Bayr fasste das Ganze plakativ zusammen: „Wir müssen die Lokomotive auf das Gleis setzen, dann muss die Lok aber alleine fahren“.
Regina Haidn, Projektleiterin des Patenprojektes bedankte sich bei den Ostermünchnern für die Einladung und überreichte ihnen ein kleines Geschenkpräsent.

Das war „ein interessanter Einblick, den wir hier mitnehmen konnten“, betonte Haidn am Ende der Veranstaltung.

H. Stache