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Aktionstag "Lesen"


PHANTASIE – FANTASY - MÄRCHEN … und mehr: Projekttag Lesen ein voller Erfolg

Auch 2020 wird in der Fritz-Schäffer-Schule der Schwerpunkt „Lesen“ großgeschrieben! Schon bald gibt es wieder die lang ersehnte Leseclub-Intensiv-Phase, im Laufe des Schuljahres folgen weitere interessante Aktivitäten rund um das geschriebene Wort.

Als Auftakt stand am Mittwoch, den 22. Januar für die komplette Schule ein ganzer Vormittag im Zeichen von "Lesen - Geschichten - Fantasie - Realität".

Kernstück waren dabei zwei große Lese-Erzähl-Events - einmal für die Jahrgangsstufen 1-3, denen Ilona Picha-Höberth ihr Buch „Picco“ nahebrachte, und einmal für die Jahrgangsstufen 4-6, die Gregor Wolf mit der Präsentation seines Erstlings "Die abenteuerliche Reise des Leopold Morsch" fesselte.

Begrüßung der Gäste durch das Schulleitungsteam


Vor und nach den Lesungen wurden alle Kinder im Klassenverband selbst kreativ aktiv – angeleitet von den Referenten und Referentinnen des Offenen Ganztags, federführend verantwortlich für den Projekttag, wurde gebastelt, gemalt und geschrieben.


Für die Klassen 7 bis 9 P hatten die beiden Sozialpädagoginnen Katharina Lütke und Verena Siedow ein spezielles Programm zum Thema "Helden" vorbereitet.

Begleitet wurde alles vom neuen „Radio Ostermünchen“-Team, dessen Beitrag bald ebenfalls nachzuhören sein wird.

Auswärtige Gäste


… aus Wasserburg …


Die kleine Turnhalle ist nicht wiederzuerkennen – überall liegen Matten, vorne stet ein Stuhl, daneben ein Mikrofon. Doch das braucht Ilona Picha-Höberth nicht. Als Stadtführerin verfügt sie über eine geschulte Stimme, die spielend auch die Mädchen und Buben in der letzten Reihe erreicht. Mucksmäuschenstill lauschen sie der spannenden Geschichte, die die Wasserburger Autorin, Geschichtenerzählerin und Fotografin mitgebracht hat. Im Mittelpunkt der teils erzählten, teils vorgelesenen Passagen aus dem gleichnamigen Buch: Picco, der zwar gern ein Held sein würde, aber so klein und unsportlich ist, dass er in der Schule beim Mannschaftssport immer bis ganz zuletzt übrigbleibt. Doch auf einmal erlebt er ein absolut fantastisches Abenteuer! Neben einem alten Mann (Hüter der Träume), einem Zwerg und seiner Frau, einer hilfreichen Spinne und einem Schloss spielt auch die Angst eine Rolle – und wie man sie überwinden kann.

So genau hören die Erst- bis Drittklässler zu, dass sie im Nachgang nicht nur alle Quizfragen zu der Veranstaltung richtig beantworten, sondern auch die Inhalte sehr präzise und detailgetreu wiedergeben können. Im Anschluss zeichnen sie auf originelle Weise Bilder zur Geschichte (ein Erstklässler hat die Idee, ein Geldstück abzupausen und es in seine Zeichnung zu integrieren), erzählen und malen eigene Träume (von Hubschrauber, Einhorn und Fledermaus), reflektieren über Helden und überlegen sich, wie sich das Gehörte von gängigen Märchen unterscheidet. Alle sind restlos begeistert bei der Sache, sogar die „wilden Jungs“ machen fleißig mit.

...und Vaterstetten



Ein Ägyptologe! Wer denkt da nicht sofort an Indiana Jones?! Zwar hat der sympathische Mann, der im Leseclub Platz genommen hat, weder Hut noch Peitsche, stattdessen mit "Die abenteuerliche Reise des Leopold Morsch" aber etwas viel Besseres im Gepäck: Eine faszinierende Geschichte über eine höchst ungewöhnliche Truppe auf einer ganz besonderen Mission.

Zur selben Zeit, als sich die fünften und sechsten Klassen erzählen lassen, wie der alte Mann, der sprechende Baum, der Ritter und das Kind dem Ruf einer Muschel folgen, um großes Unrecht in einem weit entfernten Land im Süden zu bekämpfen, sind auch die vierten Klassen alles andere als untätig. Nach einer intensiven Beschäftigung mit dem Bild auf dem Cover bannen sie, aufgeteilt in Gruppen, ihre ganz eigenen Ideen vom Inhalt des Buches auf Plakate, die sie später dem Autor vorstellen dürfen. Dabei attestiert er einem Team fast schon prophetische Fähigkeiten, hat es doch eine Hexe ins Spiel gebracht, die tatsächlich im zweiten Band vorkommen wird, den er gerade schreibt.

Doch nun präsentiert er zunächst einmal den Anfang von Band eins und gibt dabei gekonnt jeder Figur ihre ganz eigene Stimme. Hin und wieder schallt dabei ein dröhnender Ausruf durch den Raum, der die gebannt zuhörenden Jungen und Mädchen fast von den Bänken hüpfen lässt. Das tun sie am Ende auch wirklich und zwar vor Freude, dürfen sie sich doch nach einer ausführlichen Fragerunde Leseproben und Autogrammkarten holen, die der Schriftsteller geduldig signiert.

Und so wie die Viertklässler sich fantasievoll auf die Lesung vorbereitet haben, gibt es für die Fünftklässler zur Nachbereitung unter anderem Körperübungen auf einem Labyrinth-Teppich (um zu erspüren, dass manche Ziele nur auf Umwegen erreichbar sind), während die Sechstklässler nach einer kleinen Schreibübung gemeinsam einen riesigen Baum erschaffen: Die farbigen Äste bedeckt mit bunten Blättern, der starke Stamm umgeben von Blumen.


KEIN TAG WIE JEDER ANDERE …

Wenn also statt Einmaleins und Grammatik beliebte Märchen, magische Gestalten und heldenhafte Tiere dominieren, dann kann man auch erleben, wie in den Klassenzimmern mit allen Sinnen Kreativität entsteht – ob beim Zeichnen, Basteln, Fabulieren oder Mit-Fühlen der gehörten Geschichten.

Kein Wunder also, das die Schülerinnen und Schüler auch im Anschluss während der OGTS-Betreuung das Thema voller Begeisterung weiterverfolgen und mit Feuereifer Lesezeichen herstellen.

Und, ganz klar: Was in den einzelnen Klassen entstanden ist, wird natürlich auf einer der kommenden Schulvollversammlungen zu sehen sein.