Unsere Schule Inklusion Klassen Gremien Projekte Schulleben Mittagessen Offene Ganztagesschule Datenschutzerklärung Impressum Termine Infos und Kontakte Kontakt Schülerseiten Archiv
Startseite Inklusion

Inklusion


Unsere Förderschullehrerin



Inklusion

Schule mit Inklusionsprofil


„Bei uns ist Anderssein normal“

Inklusion wird an unserer Grund- und Mittelschule schon seit Jahren gelebt. Jetzt erhielt unsere Mittelschule das Zertifikat „Schule mit dem Profil Inklusion“. Damit gehört sie zu zwei Mittelschulen im Landkreis Rosenheim und 377 Schulen im Freistaat mit diesem Titel.

An unserer Schule stehen die Kinder und Jugendlichen im Mittelpunkt. Sie sind es, die Inklusion leben. Und sie waren es auch, die die Ernennungsurkunde des Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus den vielen Besuchern des Festaktes vorlesen durften.


„Wir sind sehr stolz darauf, in unserem Inklusionsprozess wieder ein großes Stück vorangekommen zu sein“, sagte Rektorin Margaret Careddu-Bayr. Denn in Ostermünchen wird Inklusion schon seit vielen Jahren gelebt. Das heißt: Jeder Mensch gehört ganz natürlich dazu. Und wer Hilfe braucht, der bekommt sie auch. So werden Schüler (früher gab es vor dem Inklusionsprofil Kooperationsklassen), stundenweise von Pädagogen der Schäffer-Schule und Julia Holzer, Sonderpädagogin der Rupert-Egenberger-Schule Bad Aibling, unterrichtet – gemeinsam, im Team oder auch einzeln.

„Außerdem haben wir Praxisklassen, in denen Jugendliche am Ende der schulischen Laufbahn von ihren Lehrern und Schulsozialarbeitern zu einem theorieentlasteten Schulabschluss geführt werden, der dem Mittelschulschulabschluss gleichwertig ist“, erklärt die Rektorin.
Zu den Säulen inklusiver Arbeit zählen an der Fritz-Schäffer-Schule aber auch Weiterbildungen des Kollegiums im sonderpädagogischen Bereich und methodische Diversität mit offenem Unterricht, Stationsarbeiten, Wochen-Lernplänen oder individualisierten Unterrichtsmaterialien. Eine weitere Säule sind die Kooperationspartner – neben den Eltern als wichtigstes Bindeglied gehören dazu unter anderem die Katholische Frauengemeinschaft Ostermünchen, das Sonderpädagogischen Förderzentrum Bad Aibling, Kindereinrichtungen, Schulen und die Gemeinde Tuntenhausen.


Gemeinde schafft die Voraussetzungen
Sie hat mit der Installation von Akustikdecken beispielsweise die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass auch hörbehinderte Menschen an der Ostermünchener Schule lernen und lehren können. Die wohl wichtigste Säule der Inklusion – die Gleichberechtigung aller Menschen – ist im Schulalltag fest verankert, sei es im Leseclub, in der Schülerfirma, im Sanitätsdienst oder bei den Schülerlotsen. Auch Schulbegleiter – also persönliche Assistenten von Schülern mit Förderbedarf – gehören in Ostermünchen längst zur Normalität. „Brauchen Kinder Therapien, werden diese in den Schulalltag inkludiert“, informiert die Schulleiterin.
Eltern, Pädagogen und Sozialarbeiter ziehen an einem Strang, wenn es um die Förderung der Kinder geht. Und was die Akzeptanz von Inklusion unter den Kindern und Jugendlichen angeht, ist Careddu-Bayr einfach nur stolz auf die soziale Kompetenz ihrer Schüler: „Wir sind immer wieder erstaunt darüber, wie selbstverständlich sie damit umgehen. Bei uns ist Anderssein normal, denn jeder ist anders und alle profitieren voneinander. Und so sehen und leben wir Inklusion als Chance.“

Zertifikat garantiert 23 Mehrstunden
Zur Ostermünchener Schulfamilie mit 277 Kindern und Jugendlichen gehören momentan etwa 20 Schüler – 10 davon an der Mittelschule – mit erhöhtem Förderbedarf aufgrund von Lernbehinderungen oder sozial-emotionalen Beeinträchtigungen.
Mit der Zertifzierung als „Schule mit dem Profil Inklusion“ eröffnen sich nun neue Möglichkeiten, denn mit der Urkunde kommen auch 23 Mehrstunden für Inklusion ins Haus. Sonderpädagogin Holzer wird künftig 13 Stunden pro Woche in Ostermünchen sein. Und auch das „hauseigene“ Lehrerpool bekommt zehn Stunden mehr.
Angelika Elsner, stellvertretende Schulamtsdirektorin, würdigte das Engagement der Ostermünchener Pädagogen, ihren Unterricht konsequent auf die individuellen Bedürfnisse der Schüler zuzuschneiden. Und Bürgermeister Georg Weigl machte auf ein Alleinstellungsmerkmal seiner Gemeinde aufmerksam: „Jetzt können wir ein lückenloses inklusives Bildungs- und Betreuungsmodell anbieten: vom Kindergarten über die inklusive Grundschule in Schönau bis hin zur Mittelschule mit inklusivem Profil in Ostermünchen. Das ist außergewöhnlich und stärkt unseren Standort.“
Musikalische Beiträge der Klassen 1 b, 2 b und 6 rundeten die Feier ab. Bei Kaffee und Kuchen im Schülercafé klang der denkwürdige Tag an der Ostermünchener Schule aus.

Frau Gerlach